Als ich mit LinkedIn gestartet bin, hab ich meine Zahlen akribisch in Excel gepflegt.

Likes. Kommentare. Impressionen. Hooks. Visuals. Kundenanfragen.
Alle jede Woche per Hand.

Genau so hab ich gelernt, wie LinkedIn funktioniert. Was zieht, was floppt, was Kundenanfragen bringt usw. Ohne die Phase damals hätte ich heute weder die Frameworks noch das Bauchgefühl für Content.

Heute mach ich das nicht mehr so akribisch. Weil ich weiß, was wie geht.

Aber: Reviews mache ich trotzdem noch.
Nur eben nicht mehr selbst.

Seit ein paar Wochen übernimmt das Claude Cowork für mich. Jeden Montagmorgen, komplett automatisch. Claude geht auf mein LinkedIn-Profil, schaut sich alle Posts der Vorwoche an und trägt pro Post eine Zeile in meine Notion-Datenbank ein: Hook, Impressionen, Reaktionen, Engagement Rate, Follower-Zuwachs…

Das coole daran: Nicht der einzelne Wochenblick, sondern die Datenbank, die über Wochen wächst. Nach ein paar Monaten siehst du schwarz auf weiß, welche Hooks bei DEINEM Publikum zünden. Welches Thema Follower bringt. Welcher Post-Typ performt. Was wirklich zu was geführt hat. Das zeigt dir LinkedIn nicht. Aber deine eigene Tabelle schon.

Nach meinem LinkedIn-Post dazu letzte Woche kamen die DMs: "Wie hast du das aufgesetzt?"
Deshalb gibt's heute den versprochenen Step-by-Step. 👇

LASS POSTEN – So baust du dir deine automatisierte LinkedIn Post-Datenbank

Was du brauchst: einen Claude-Account (am besten Pro), Notion und ca. 30 Minuten Zeit. That's it.

Schritt 1: Claude Cowork als Desktop-App installieren

Cowork ist der Modus in Claude, der über deinen Desktop auf Tools wie deinen Browser und deine Apps zugreifen kann. Im Browser allein geht das nicht.

  • Geh auf claude.ai/download

  • Lad die Desktop-App für Mac oder Windows runter

  • Installiere sie und logg dich mit deinem Claude-Account ein

  • Aktiviere im Menü den Cowork-Modus

Schritt 2: Die Connectoren verbinden

Cowork braucht Zugriff auf zwei Tools:

  • Chrome – damit Claude über deinen eingeloggten Browser auf LinkedIn kommt und deine persönlichen Analytics sieht.

  • Notion – damit Claude dort die Datenbank anlegen und befüllen kann.

Beide findest du in den Cowork-Einstellungen → Connectors. Klick auf "verbinden", autorisiere einmalig – fertig.

Der Chrome-Connector ist der Gamechanger: Claude loggt sich nicht als Bot bei LinkedIn ein (das wäre auch gegen die Terms). Er nutzt deinen Browser, in dem du eh schon eingeloggt bist. Er sieht exakt, was du auch siehst.

Schritt 3: Notion-Datenbank anlegen lassen (Claude macht das für dich)

Du musst die DB nicht selbst bauen. Kopier diesen Prompt in Cowork:

Prompt zum Kopieren:

"Bitte leg mir in Notion eine neue Datenbank mit dem Namen 'LinkedIn Post Analytics' an. Frag mich kurz, auf welcher Notion-Seite sie landen soll.

Folgende Spalten soll die Datenbank haben:

– Hook (Titel)
– Datum (Datum)
– Kalenderwoche (Text)
– LinkedIn Link (URL)
– Post Text (Text)
– Post Typ (Auswahl: Text, Slider, Bild, Video, Repost)
– Thema (Auswahl: Personal Story, How-to, Meinung, Business, KI/Tools, Community)
– Impressionen (Zahl)
– Reaktionen (Zahl)
– Kommentare (Zahl)
– Reposts (Zahl)
– Engagement Rate % (Zahl)
– Follower-Wachstum (Zahl)
– Letztes Tracking (Datum)
– Notiz (Text)"

Claude legt die DB in Sekunden an. Die beiden Auswahl-Spalten (Post Typ + Thema) sind später Gold wert: Über die filterst du dir deine Analysen raus – "Zeig mir alle Personal-Story-Posts nach Impressionen" und du siehst sofort, was bei deinem Publikum zieht.

👉 Du kannst die Themen-Kategorien natürlich anpassen. Nimm die, die zu DEINEM Content passen.

Schritt 4: Die geplante Aufgabe anlegen

Jetzt das Herzstück. Diese Aufgabe läuft jeden Montagmorgen automatisch:

Prompt zum Kopieren:

"Leg mir bitte eine geplante Aufgabe in Cowork an für jeden Montag um 08:00 Uhr. Was die Aufgabe tun soll:

Geh über meinen Chrome-Browser auf meine LinkedIn Post-Übersicht und sammle alle Posts der abgeschlossenen Vorwoche (Montag bis Sonntag).

Für JEDEN Post leg eine neue Zeile in meiner Notion-Datenbank 'LinkedIn Post Analytics' an mit: Hook (erste Zeile des Posts) als Titel, Datum, Kalenderwoche (Format 'KW XX / Jahr'), LinkedIn Link, Post Text (erste ~300 Zeichen), Post Typ, Thema, Impressionen, Reaktionen, Kommentare, Reposts, Engagement Rate % (Reaktionen + Kommentare + Reposts geteilt durch Impressionen × 100), geschätztes Follower-Wachstum pro Post, Letztes Tracking (heutiges Datum).

Schick mir am Ende eine kurze Zusammenfassung direkt in den Chat: Wie viele Posts gefunden? Welcher hatte die höchsten Impressionen? Welcher das beste Engagement? Mit Links zu den Top 2."

Der Trick dabei: Claude kategorisiert Post Typ und Thema selbst, dadurch wird deine DB über Zeit zum echten Analyse-Tool. Nicht nur Zahlen, sondern Muster.

Schritt 5: Ausführung

Beim allerersten manuellen Testlauf fragt Cowork dich kurz, ob es Chrome und Notion benutzen darf. Einmal "ja" klicken, dann ist Ruhe.

Und dann passiert das Schönste: Du klappst Montag den Laptop auf, öffnest Claude und deine Post-Analysen werden automatisch gemacht.

Kleiner Safety-Hinweis: Falls der erste Durchlauf irgendwo hakt, kann passieren. Lass Claude einmal nacharbeiten, dann läuft's.

LASS MACHEN

Und falls du jetzt denkst "Krass, was kann Cowork denn noch alles?" → ich hab meine komplette Website damit in 5 Stunden gebaut. Die, auf der du landest, wenn du auf Links aus diesem Newsletter klickst. 😉

Wenn du auch lernen willst, wie du deine eigene Business-Website in einem Nachmittag mit Claude aus dem Boden stampfst, hab ich nen Guide für euch: WEBSITE MIT CLAUDE COWORK BAUEN. Alles drin: mein Vorgehen & die Prompts.

LASS QUATSCHEN

🔥 Ich bin noch voll geflasht von Dienstagabend. Ich durfte beim Marketing-Club Stuttgart meine Keynote halten und mein Kunde Sirri Haydar war auch dabei. Falls du ihn nicht kennst: Sirri hat in unter einem Jahr über 2 Millionen Menschen auf LinkedIn erreicht. In. Unter. Einem. Jahr.

Und das war einer dieser Abende, wo einfach alles stimmte: die Energie im Raum, die Gespräche danach, das Lachen.

Was mir dabei wieder krass bewusst geworden ist: Echte Begegnungen kann Online nie ersetzen. Und genau das ist für mich das eigentlich Schöne an Personal Branding auf LinkedIn: Es bleibt nicht online. Sichtbarkeit dort führt zu genau solchen Abenden. Zu Keynotes, zu Kundenterminen, zu neuen Kontakten, die dann wirklich in dein Leben treten.

In diesem Sinne: Macht euch online sichtbar UND geht raus! :)

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende und liebe Grüße aus Strassburg,

Nadine

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